Volksbank-Fusion kommt nicht zustande

Die geplante Verschmelzung unserer Bank mit der Vereinigte Volksbanken eG wird nicht weiterverfolgt. Die Gremien beider Häuser sind zur Überzeugung gekommen, dass der Verschmelzungsprozess aus internen und externen Gründen abgebrochen wird.

 

Die Verschmelzungsabsicht besteht nicht mehr. Wir sind jedoch unverändert von den strategischen Vorteilen einer großen Volksbank überzeugt.


Ein wesentlicher externer Grund für den Abbruch der Gespräche ist in der aktuellen geopolitischen Situation und den damit einhergehenden Implikationen auf den Kapitalmarkt zu suchen. Die Auswirkungen auf das Kunden- und Eigenanlagegeschäft der Häuser sind derzeit nicht abschließend bewertbar. Vor diesem Hintergrund sind die Voraussetzungen für ein rückwirkendes Zusammenlegen der Bilanzen zum 1. Januar 2022 nicht uneingeschränkt gegeben. In der Fortfolge erschwert dieser Umstand die Einholung der Beschlüsse in den jeweiligen Vertreterversammlungen.


Interne Faktoren sind die unterschiedlichen Sicht- und Handlungsweisen unserer beiden Häuser, so dass die Gestaltung der neuen Prozesse und Strukturen außerordentlich ambitioniert ist. Mit Blick auf die Anfang September 2022 vorgesehene technischen Fusion kann daher nicht mit hinreichender Gewissheit gewährleistet werden, dass die Funktionalität der Bank in allen Bereichen gegeben ist.


Die dargestellte Komplexität haben wir nach zahlreichen Gesprächen auf Arbeitsebene und nach aktuellen umfangreichen Analysen festgestellt. Wir bedauern die Einstellung der Gespräche. Sowohl die Volksbank Leonberg-Strohgäu eG als auch die Vereinigte Volksbanken eG sind erfolgreich und kerngesund, gut in den jeweiligen Regionen aufgestellt und stehen nicht unter Fusionsdruck. Wir werden in guter nachbarschaftlicher Verbindung bleiben und auf der Ebene der Bezirksvereinigung der Volksbank- und Raiffeisenbanken weiterhin vertrauensvoll und konstruktiv zusammenarbeiten.